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Spielbericht Kornwestheim Cougars vs. Offenburg Miners

Gut gekämpft und dennoch gestrauchelt

Ein fulminanter Start, ein unglückliches Ergebnis und am Ende steht eine bittere Ahnung – es war ein nervenaufreibender Samstag für die Spieler der Offenburg Miners gegen die Kornwestheim Cougars.

Nach dem Kickoff der Miners profitierten die Spieler von einem Fumble, also einem Ballverlust, und konnten daher an der 19 Yards-Linie starten. Diese Distanz überwand Quarterback Lucas Baum mit Leichtigkeit und brachte den Miners mit dem Touchdown die ersten sechs Punkte, die gerade nach der vergangenen Niederlage zu Null euphorisch bejubelt wurden. Nach der erfolgreichen Two Point Conversion war bei allen Teammitgliedern eine große Erleichterung über den frühen Spielstand von 8:0 spürbar. Bei den anschließenden Angriffsversuchen der Kornwestheimer kamen die Pässe nicht an und nach einem Fumble schnappte sich Miners-Runningback Dustin Clarke den Ball und lief beeindruckende 60 Yards zu einem Touchdown. Die Freude darüber währte aber nur kurz, da es zuvor ein Holding eines Offenburger Spielers gegeben hatte. Daher galt der Touchdown nicht. Dafür rannte aber die Heimmannschaft anschließend in die Endzone und freute sich auch über den Point after Touchdown. Es stand also 8:7.
Zu Beginn des zweiten Viertels drehte sich das Spiel zu Gunsten der Cougars. Ein langer Pass über 13 Yards führte zum Touchdown, allerdings ohne Extrapoint. Nach einem Puntversuch der Miners kam Kornwestheim in Ballbesitz, profitierte dann von einer Face Mask der Offenburger, was eine 15 Yards-Strafe nach sich zog, und erreichte nach einem neuen First Down einen Touchdown. Der Extrapunkt misslang allerdings auch in der Wiederholung, es stand 8:19. Auffallend während des ganzen Spiels waren Probleme mit der Kette, die zu willkommenen Spielpausen bei unangenehm hochsommerlichen Temperaturen sorgten. Die Miners schlugen sich trotz des Rückstands weiterhin recht gut und zeigten immer wieder schöne Runs der Offense-Spieler Dustin Clarke, Jonathan Urich und Nico Erny. Sie wurden dafür aber nicht belohnt, im Gegenteil, eine Interception kurz vor der Halbzeit mündete inklusive des Zusatzpunkts in den nächsten sieben Punkten für die Kornwestheimer.
Das dritte Viertel blieb ohne Punkte auf beiden Seiten und war geprägt von vielen Passspielzügen, die beiden Teams nur teilweise gelangen. Die Miners handelten sich außerdem des Öfteren Strafen wegen Fehlstarts und einer Illegal Formation ein, die besagt, dass beim Snap mehr als vier Mann im Backfield sind.
Im vierten Quarter fehlte den Spielern immer mehr die Luft, die Hitze und Verletzungen taten ihr Übriges. Da reichte den Cougars elf Yards vor der Endzone ein kurzer Lauf über außen zum Touchdown mit einem erfolgreichen Point after Touchdown. Es stand nun 8:33. Ein phänomenaler Run von Lucas Baum über knapp 65 Yards war die direkte Antwort der Miners und auch die zwei Zusatzpunkte brachten nochmal neuen Schwung ins Team. Den Nico Erny in die Tat umsetzte, indem er den gegnerischen Empfänger eines sehr weiten Passes über 70 Yards im allerletzten Moment an der 1 Yard-Linie von den Beinen holte. Kurz danach war aber schon Spielende.

Das Endergebnis von 33:16 für die Cougars spiegelt nicht ganz die Leistung des Offenburger Teams wider, das zu Beginn einen überforderten Gegner überrumpeln konnte und zwar Probleme sowohl in der Defense als auch in der Offense hatte, aber insgesamt einen geordneteren und konzentrierteren Eindruck machte, als zuletzt in Reutlingen.
Dennoch fand Headcoach Maurizio Nici deutliche Worte an seine Spieler: „Wir sind wohl noch nicht bereit für diese Liga. Wir sind vor allem personell noch nicht bereit dafür. Aber das Potential ist da, ihr ruft es nur noch nicht ab!“ Die Coaches kritisierten außerdem, dass es Spieler gäbe, die nur zu den Spielen kämen, den Trainingseinheiten aber fernblieben. Geschlossen zeigte sich das Team aber in seiner Freude, am Samstag endlich wieder auf dem Homefield spielen zu können.